15.07.2010
Flexible Personallösungen
Wenn die wirtschaftliche Entwicklung schwer vorherzusehen ist,
sind auch beim Personal flexible Lösungen gefragt. Eine davon sind Zeitarbeiter.
Auch wenn sich die Arbeitslosenzahlen immer noch auf Rekordniveau befinden, sind viele Unternehmer wieder auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Weil die Zukunftsaussichten trotz der Aufhellung des wirtschaftlichen Klimas aber unbestimmt sind, zögert man, neues Personal fix einzustellen. Um sich große Aufträge aber nicht aus Kapazitätsgründen entgehen zu lassen, sind gerade jetzt flexible Lösungen gefragt. Das muss aber nicht unbedingt ein ständiges Entlassen und Wiedereinstellen bedeuten: Eine Möglichkeit, sich für Hochphasen auszustatten, ohne deshalb in den Flautenmonaten in die Kostenfalle zu geraten, ist Zeitarbeit oder Personalleasing. Zeitarbeitsunternehmen stellen dabei zeitlich beschränkt und relativ flexibel handhabbar Facharbeiter zur Verfügung, die bei Beendigung des Auftrages das Unternehmen wieder verlassen.
Überbrückung von Spitzen
Die Vorteile für das Unternehmen sind klar: Über Zeitarbeiter ist der Personalstand besser und schneller an die Auftragslage anzupassen – egal ob es sich um Produktionsspitzenzeiten handelt oder ein Mitarbeiter ersetzt werden muss, der krankheitsbedingt ausgefallen ist. Gerade in Branchen, die eine geringe Einarbeitungszeit erfordern, ergibt diese flexible Lösung Sinn. Wenn Zeitarbeiter zudem länger und erfolgreich im Unternehmen tätig sind, kann die Zeitarbeit auch zu einem Instrument für die Personalauswahl werden – und so Aufwand und Kosten für die Personalsuche sparen. Mittlerweile bieten Leiharbeitsfirmen auch Dienstleistungen wie die komplette Verwaltung des Personals an.
Bei aller Flexibilität muss aber auf die Kosten geachtet werden: Generell liegen die Stundenkosten für Leiharbeiter deutlich höher als bei Fixangestellten. Gut die Hälfte macht dabei der Bruttolohn für den Leiharbeiter aus, der Rest sind Versicherungsleistungen und die Gebühr, die die Leiharbeiterfirma einbehält. Da aber nur die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden gezahlt werden müssen und es keine Ausfälle gibt, weil die Leiharbeiterfirma im Krankheitsfall sofort für Ersatz sorgen muss, sind die Kosten gut kalkulierbar. Neben den Kosten sollten aber gerade KMU bedenken, wie sich der Einsatz von Leiharbeitern auf die Stammbelegschaft auswirken kann. Wird das Personalmanagement nicht richtig kommuniziert, kann der Einsatz von Leiharbeitern schnell zur Verunsicherung der Stammbelegschaft führen. Hier ist Transparenz gefragt.
Längst bieten nicht nur große Personaldienstleister die Möglichkeit, qualifizierte Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum auszuborgen. Auch öffentliche Stellen haben erkannt, dass die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes wichtig ist. Über Stellen wie dem Flexwork-Angebot der Stadt Wien können Unternehmen kurzfristig an Arbeitssuchende kommen, die auf ihre Anforderungen angepasst rasch die Stoßzeiten abdecken können. Für die Arbeitnehmer bietet sich dadurch die Möglichkeit, sich potenziellen neuen Arbeitgebern zu präsentieren – und möglicherweise mit einer fixen Anstellung belohnt zu werden.
www.personaldienstleister.at
www.trenkwalder.com
www.manpower.at




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