19.05.2010
Gemeinsam stärker
Stellen Sie sich ein Gebäude vor, das komplett renoviert und
mit vielen Luxuswohnungen ausgestattet ist. Ein Gebäude,
dessen Architektur und technische Entwicklung, dessen
elektrische Ausstattung und Bauarbeiten komplett von
einer türkischen Firma realisiert worden ist.
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Genau solch ein türkisches Unternehmen, das in Österreich tätig ist, macht einen wirklich stolz, oder? Der türkische Immobilieninvestor Eskidji, der jetzt in Österreich durchstartet, hat sich in der Wiener Vorgartenstraße ein Gebäude gekauft. Um das Gebäude auf Vordermann zu bringen, wurde eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die Aufträge an türkischstämmige Firmen vergibt – lauter Experten auf ihrem Gebiet. Wir haben uns diese Arbeitsgemeinschaft näher angesehen. Bei unserem Besuch auf der Baustelle haben wir den Architekten Bora Akcay, den Projektleiter Bahattin Ceki, den Ingineur Cemal Ilyas von C&H Insaat und Adem Köse von der Spenglerei Momo und Köse Installationen getroffen. Architekt Bora Akçay ist 1991 aus der Türkei nach Graz gekommen, um Architektur zu studieren. Er ist einer der wenigen türkischstämmigen Architekten, der viele erfolgreiche Projekte verwirklicht hat. Mittlerweile hat er hat sich von Wien bis nach Istanbul einen Ruf gemacht.
Esnaf: Herr Akcay, das ist ein sehr interessantes Projekt. Wie sind Sie auf diese Vielfalt überhaupt gekommen?
Bora Akçay: Sie haben recht, das ist ein spannendes Projekt. Nachdem der Grundstückeigentümer das Gebäude gekauft hat, wollte er nur mit türkischen Unternehmen arbeiten. Mit Menschen, mit denen er türkisch sprechen kann, mit denen er sich verständigen kann.
Wann wird das Projekt fertig werden?
2009 haben wir mit den Bauarbeiten begonnen und im Sommer 2010 werden wir das Projekt fertig stellen. 14 Luxuswohnungen entstehen hier. Der Investor hat das Objekt günstig bei einer Auktion erstanden. Wenn wir es fertig haben, wird es wirklich wie ein Wunder erscheinen, was wir dank der Beiträge unserer Kollegen hier geleistet haben.
Wofür sind sie persönlich zuständig?
Wir haben eine Firma namens Maybedesign, die international anerkannt ist. Eines von unseren Offices ist hier in Wien, das andere ist in Istanbul. Aber auch außerhalb von unseren Niederlassungen haben wir an etlichen Orten weltweit Projekte laufen. Künftig arbeiten wir auch an einem Einkaufszentrum in Istanbul.
Ist es eigentlich schwierig, alle Arbeiten an einem Gebäude im Auge zu behalten und sich gleichzeitig auch um sämtliche bürokratischen Aufgaben zu kümmern?
Bürokratische Hindernisse sind in Österreich im Vergleich zu Istanbul viel größer. Aber wenn man verantwortungsbewusst handelt, bekommt man weniger Schwierigkeiten.
Cemal lyas: Herr Bora hat recht. Als Bauunternehmen ist auch C&H mit 15 Mitarbeitern seit Langem in dieser Branche tätig. Auch wir sind mit zahlreichen bürokratischen Hindernissen konfrontiert, die uns den Arbeitsalltag sehr oft erschweren.
Wir hoffen, dass sich diese Situation ändert und man sich dadurch in dieser Branche wieder ein bisschen wohler fühlt.
(Redaktion: Resul Recper, Esnaf)




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