19.02.2010
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Vielfalt, so lautet auch der Grundgedanke des Diversity Management der Wirtschaftskammer Wien, bereichert das Zusammenleben durch die Eröffnung alternativer Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsansätze.
Esnaf hat zu diesem Thema den Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer Wien, Herrn Komm.-Rat Dr. Paulus Stuller besucht.
Ein interessantes Gespräch im Beisein von Mag. Dr. Helmut Naumann (Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung) sowie Mag. Edwin Schäffer (Leiter des Diversity Referates der WK-Wien), wo unter anderem dieser neuer Begriff interpretiert wurde:
„Menschen weisen Unterschiede hinsichtlich ihres Alters, ihrer sozialen und nationalen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer physischen und psychischen Fähigkeiten oder auch ihrer Religion und Weltanschauung auf. Wiens Wirtschaft lebt diese Vielfalt. Wien ist bunt. Wir stärken und unterstützen diese Unternehmen und sind ihre zuverlässigen und kompetenten Partner“, definiert Paulus Stuller.
Esnaf: Was macht das Diversity Referat der Wirtschaftskammer Wien konkret?
Helmut Naumann: Unter Diversity verstehen wir sämtliche Ausprägungsformen demographischer Wirklichkeit in der Wiener Wirtschaft. Wir haben im Rahmen unseres Diversity-Konzeptes vielseitige Maßnahmenpakete geschnürt, die uns ermöglichen sollen, im Gesamtkontext von Diversity gezielte Unterstützungen und Initiativen passgenau zu starten.
Paulus Stuller: Wir sehen die Schwerpunkte im Bereich Networking, Integration in die Wiener Wirtschaft sowie Begleitung der Unternehmen im Geschäftsalltag. Wir fördern und grenzen nicht aus. Wirtschaft baut Brücken und unser Referat fungiert als Brückenbauer.
Unter dem Motto „Wiens Wirtschaft lebt Vielfalt“ haben wir einige Veranstaltungen mit verschiedenen Zielgruppen beobachtet. Welche Aktionen setzen Sie noch zusätzlich und werden diese Veranstaltungen und Projekte auch 2010 weitergeführt?
Edwin Schäffer: Wir haben zahlreiche Veranstaltungen mit verschiedenen Kooperationspartner von unterschiedlichen Communities durchgeführt, weiters haben wir das Mentoringprojekt realisiert und haben auch in Zusammenarbeit mit dem OKTO TV eine Serie „Bunternehmen“ gestartet, wo wir „Best-practise-Beispiele“ von Unternehmen zeigen. Wir haben eine sehr hohe Zuseherquote und werden auch in Zukunft gezielte Projekte in diese Richtung erarbeiten. Die Bewerbung unserer Aktivitäten über die Medien ist für uns sehr wichtig. Wir haben auch mit Esnaf eine sehr gute Zusammenarbeit.
Unseres Wissens beschäftigen Sie in den Wirtschaftskammer-Abteilungen und im Diversity-Referat bewusst Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Welche Sprachen spricht die Wirtschaftskammer Wien?
Paulus Stuller: Ja, das ist enorm wichtig, dass wir Mitarbeiter mit Migrationshintergrund beschäftigen, nicht nur wegen der Muttersprache, sondern wegen der Kultur und der Mentalität. Unsere Mitarbeiter sprechen sehr viele unterschiedliche Sprachen, neben den sogenannten Weltsprachen, Türkisch, Serbokroatisch, Polnisch, Chinesisch usw.
Erzählen Sie uns von Ihrem Unternehmen. Wird in der Konditorei HEINER auch Diversity Management betrieben?
Paulus Stuller: Selbstverständlich, unsere Mitarbeiter mit unterschiedlichster Herkunft bereichern unser Unternehmen und tragen für den großen Erfolg des Betriebes wesentlich bei.
Red.: Ergün Kuzugüdenli
Information
Wirtschaftspolitische AbteilungDiversity Referat
Stubenring 8-10
1010 Wien
T 01/514 50-1346




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