19.02.2010
Seriöse Arbeit hat einen Namen
mehr Links
- Mit dem Auto nach Istanbul? Die besten Tipps (12.08.2011)
- Was tun Sie für die Unternehmer Herr Staatssekretär? (07.07.2011)
- Umweltverhalten als Integrationsfaktor (08.06.2011)
- Die stärksten Migranten der Welt (06.05.2011)
- Mingo Award 2011- Wiener Selbständige und Kleinbetriebe aufgepasst! (02.05.2011)
Esnaf: Wer ist Herbert Schlögl?
Komm.-Rat Herbert Schlögl: Ich bin am 16. Oktober 1940 in Wien geboren. Ich absolvierte meine Einzelhandelskaufmann-Lehre bei meinem Onkel zwischen 1954 und 1957. Mein erstes Geschäft, das nur 50 m2 groß war, habe ich als Greißlerei geführt. 1974 habe ich das Nachbargeschäft dazugekauft und umgebaut. Das Sortiment haben wir der Zeit angepasst und daher immer wieder ändern müssen. Der Billa-Gründer hat seine erste Filiale unweit von uns auf der Ecke Ziegelofengasse/Margaretenstraße eröffnet. Deswegen haben wir unseren Service und unser Sortiment auf Feinkost umgestellt.
Diese Umstellung war sehr erfolgreich. Mein Sohn Roland hat bei mir begonnen und seine Lehre absolviert. Mit gebündelter Kraft von Vater und Sohn starteten wir Mitte der Achtzigerjahre unser Catering-Geschäft. Dieser Bereich hat auch unsere Firma revolutioniert. Inzwischen hat das Catering-Geschäft eine enorme Bedeutung für die wirtschaftliche Leistung unseres Unternehmens. Durch Zielstrebigkeit, Fleiß, Ausdauer und durch exzellente Teamarbeit haben wir zur Zeit ein erfolgreiches „Feinkostgeschäft“. Mein Sohn ist dabei eine große Stütze, da er, aufgrund meiner Tätigkeiten für den Wirtschaftsbund Wien und die Wirtschaftskammer, hauptsächlich die Geschäfte führt. Mir macht es jedoch immer wieder Spaß, aktiv in unserem Familienunternehmen zu arbeiten und der Belegschaft zu helfen. Die Arbeit gibt mir nach wie vor sehr viel Kraft, Energie und Freude, die ich auch sinnvoll bei meiner „Kammertätigkeit“ umsetze.
Wie lange sind Sie Funktionär in der Wirtschaftskammer? Warum machen Sie diese, hauptsächlich ehrenamtliche Tätigkeit?
Durch meinen Onkel habe ich schon in meinen jungen Jahren die Bedeutung von Unternehmervereinigungen gesehen. Er hat mich immer wieder zu zahlreichen Veranstaltungen mitgenommen. Beim Wirtschaftsbund habe ich dann bei der Bezirksgruppe Margareten begonnen. Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren viel Positives im Interesse unserer Kolleginnen und Kollegen aus dem Lebensmittelbereich umsetzen können. Ich bin seit 1975 ein aktiver Funktionär und bin stolz auf unsere vielen gemeinsamen Erfolge im Wirtschaftsbund! In der Tat ist es so, dass man als Funktionär kein Managergehalt erhält, das hat mich aber nie gestört. Hauptsache wir tun etwas für unsere Wirtschaft!
In diesem Sinne haben wir beispielsweise die Ausweitung der Nebenrechte und die Senkung der Körperschaftssteuer umgesetzt, zahlreiche Praxisseminare im Feinkostbereich durchgeführt und unsere ehrliche und kompetente Hilfestellung bei Problemen angeboten.
Kommen wir kurz zu den anstehenden Wirtschaftskammerwahlen. Warum ist eine Stimmabgabe wichtig? Was kann man sich von Ihrem Team erwarten?
Ich finde, dass jede Wahlbeteiligung wichtig ist. Nur so können die Unternehmen ihre Rechte und ihre Meinungen demokratisch einfordern. Vom Wirtschaftsbund können die Unternehmer weiterhin seriöse und bodenständige Arbeit erwarten. Wir sind keine reinen Politiker, wir sind Wirtschaftstreibende und betreiben Wirtschaftspolitik. Für uns ist jeder Unternehmer wichtig, auch die, die uns nicht wählen. Wir helfen jedem, der unsere Unterstützung in Anspruch nehmen möchte. Ich bin stolz auf mein Team und auf die nachhaltige Arbeit, die geleistet wird. Außerdem haben wir mit Ergün Kuzugüdenli auch einen neuen türkischstämmigen Kollegen im Team, der bereits mit uns aktiv mitarbeitet und für die Anliegen der türkischstämmigen Unternehmen immer ein offenes Ohr hat.
Die Informationsveranstaltung „Marktamt“ im Etap-Center am 19. Jänner 2010 war eine interessante und tolle Veranstaltung. Wie ist denn die Zusammenarbeit von Ihrem Gremium mit dem Marktamt?
Wir pflegen einen ehrlichen und partnerschaftlichen Kontakt zur MA 59. Wir besprechen immer wieder, wie man Unternehmer aufklären und begleiten kann. Wir setzen uns dafür ein, dass nicht sofort bestraft wird. Aber es gibt auch einige, die immer wieder die gleichen Fehler machen. In solchen Fällen können wir dann auch nicht mehr viel tun. Wenn wir aber Chancen sehen, in Berufung gehen zu können, schreiben wir gerne Einsprüche für unsere Unternehmer. Unsere Türen sind selbstverständlich immer offen. Wir freuen uns über den täglichen Kontakt mit unseren Unternehmen.
Information
Komm.-Rat Herbert Schlögl, Obmann des Lebensmittelhandels.
Sparte Handel der WK Wien
Schwarzenbergplatz 14
1041 Wien
T.: 01/581 48 56
Red.: Ergün Kuzugüdenli




Drucken
Empfehlen
Kommentieren
Share
Kommentar schreiben




